Wie zuverlässig sind Selbsttests?

Suchen wir einen Arzt auf, dann sind Blutabnahme, Urinprobe oder Speicheltest wichtig, um eine Diagnose stellen zu können. Mittlerweile gibt es jedoch auch unzählige sogenannte medizinische Selbsttests, die in den eigenen vier Wänden durchgeführt werden können und die Aufschluss über eine Krankheit geben sollen. Aber kann ein Selbsttest wirklich funktionieren? Wie sicher sind diese Tests? Und für welche Symptome und Krankheitsbilder gibt es eigentlich Tests für den Hausgebrauch?

Der wohl bekannteste Selbsttest ist der Schwangerschaftstest. In einem Testfeld wird anhand einiger Tropfen Urin eine mögliche Schwangerschaft angezeigt. Medizinische Selbsttests funktionieren ähnlich. Es kommt immer darauf an, was gestest werden soll und welche Art von Probe – Speichel, Urin, Haarsträhne, Tropfen Blut – für eine Analyse benötigt wird. Selbsttests gibt es mittlerweile für die verschiedensten Krankheiten, beziehungsweise Symptome. Hormonstoffwechsel, Darmgesundheit, Schwermetallbelastung, Nahrungsmittelunverträglichkeit, Mikronährstoffe, Vitalstoffe, Stress, Depression, Testosteron und sogar HIV-Tests werden für zu Hause angeboten.

Bei der Durchführung der Selbsttests gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. Einerseits können Testergebnisse – wie beim Beispiel Schwangerschaftstest – sofort in einem Testfeld abgelesen werden, andererseits muss die Probe in ein Labor zur Analyse eingeschickt werden. Die Kosten für die Laboranalyse sind im Kaufpreis des Test-Kits enthalten. Hierzu wird gemäß der Anleitung eine Probe (Urin, Blut, etc.) entnommen und in das mitgelieferte Gefäß gegeben. Zusammen mit einem Fragebogen wird die Probe eingeschickt. Das Ergebnis kommt – je nach Hersteller – per E-Mail oder Post innerhalb weniger Tage.

Ein Selbsttest kann für eine erste Vermutung sinnvoll sein. Doch ein Selbsttest sollte nie den Arztbesuch ersetzen.

Bild: Henrik Dolle – fotolia.com

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